Gemeinde-ratssitzun-gen Sitzung des Ortsgemeinderates Kirrweiler am 05.11.2020 um 19.00 Uhr

Tagesordnung:

I. Öffentlicher Teil

  1. Einwohnerfragestunde
  2. Auftragsvergabe "Auf der Fels"
  3. Aussichtsturm am "Husarenpötsch", Finanzierung und weitere Vorgehensweise
  4. Annahme oder Vermittlung von Spenden, Schenkungen und ähnlichen Zuwendungen
  5. Auftragsvergabe Elektroninstallation Friedhof
  6. Ablehnung Friedhofsgebührenerhöhung durch die Verwaltung
  7. Benutzungsordnung Dorfgemeinschaftshaus
  8. Überprüfung der Versicherungsverträge
  9. Änderung Pachtreglement
10. Beteiligung am Feuerwehrhaus
11. Verschiedenes

II. Nichtöffentlicher Teil

12. Grundstücksangelegenheiten
13. Pachtangelegenheiten
14. Verschiedenes

III. Öffentlicher Teil

15. Bekanntgabe der im nichtöffentlichen Teil gefassten Beschlüsse

 Hinweis:   [Hier findet man die öffentlich zugänglichen Beratungsunterlagen zu den TOP's]
 
   
  Sitzung des Ortsgemeinderates Kirrweiler am 27.07.2020 um 19.00 Uhr

[Auszug aus dem Inhalt des öffentlichen Teils der Sitzungsniederschrift]
 
   
  Sitzung des Ortsgemeinderates Kirrweiler am 17.06.2020 um 19.00 Uhr

[Auszug aus dem Inhalt des öffentlichen Teils der Sitzungsniederschrift] 
 
   
  Sitzung des Ortsgemeinderates Kirrweiler am 06.02.2020 um 19.30 Uhr

[Auszug aus dem Inhalt des öffentlichen Teils der Sitzungsniederschrift]
 
   
  Frühere Gemeinderatssitzungen

Viele interessante Informationen (z. B. Tagesordnung, Beschlussvorlagen, Beschlüsse und Sitzungsniederschriften) zu aktuellen und auch früheren Sitzungen des Ortsgemeinderates Kirrweiler findet man im öffentlichen Teil des Rats- und Bürgerinformationssystem der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein (s. RIS).
[Übersicht der aktuellen und früheren Gemeinderatssitzungen] 

Hinweis: Weitere Informationen findet man im öffentlichen Teil des Rats- und Bürgerinformationssystem der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein (s. RIS).
Gestaltungs-prämie Die Einwohner von Kirrweiler sollen von den Einnahmen aus der Windenergie direkt provitieren. Da ein Verzicht auf die Grundsteuer B nicht zulässig ist, gewährt die Gemeinde seit 2017 unter festgelegten Voraussetzungen eine Gestaltungsprämie als freiwillige Leistung in der Höhe der tatsächlich gezahlten Grundsteuer B, aufgerundet in 10-Euro-Schritten jedoch maximal 200,- EUR pro Wohnhaus. 
[Antrag zur Auszahlung der Gestaltungsprämie 2019]
Kinderge-burten- und Ein-schulungs-geld Die Gemeinde möchte für den Nachwuchs im Ort eine einmalige finanzielle Starthilfe geben.
Diese kann bei Geburt des Kindes oder bei der Einschulung beantragt werden.
Damit es zu keinen Missverständnissen kommt wurden folgende Bedingungen erstellt. 
[Kindergeburtengeld und Einschulungsgeld]

Verkehrs-sicherheit   Der Gemeinderat hat Anfang 2020 die Anschaffung von zwei Geschwindigkeitsanzeigetafeln beschlossen die inzwischen in Betrieb genommen wurden. Nun warten wir gespannt auf die ersten Auswertungen der Messungen.
Pacht-reglement   Die Gemeinde Kirrweiler verfügt über nicht unerhebliche gemeindeeigene landwirtschaftlich nutzbare Grundstücke. Für neue Pachtverträge wurden nachfolgende einheitlichen Regelungen getroffen, die auch Belange des Umweltschutzes regeln.
[Pachtreglement  in der Fassung vom 05.11.2020] 

Abfall-kalender
Kirrweiler
 
Informationen zur Abfallwirtschaft im Landkreis Kusel findet man auf deren Internetseite (s. www.landkreis-kusel.de). Unter der Rubrik Abfallwirtschaft gibt es Übersichten zu Abfuhrterminen, Abfuhrbesonderheiten, aktuellen Meldungen, der richtigen Entsorgung der Abfälle, zu den Abfallgebühren und den Kontaktpersonen.

Für mich habe ich daraus die nachfolgenden Übersichten abgeleitet:
[Abfallkalender Kirrweiler für das 1. Halbjahr 2020] 




[Abfallkalender Kirrweiler für das 2. Halbjahr 2020]
   


Landschaft

Die Gemeinde Kirrweiler im Landkreis Kusel liegt landschaftlich äußerst reizvoll an einem Südhang in einer abwechslungsreichen hügeligen Gegend zwischen Hunsrück und Pfälzer Wald.

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Im Ortsrandbereich und in der Gemarkung befinden sich noch viele alte Streuobstwiesen. Ein Trockenstandort ist sogar als Naturdenkmal ausgewiesen. Dort kommen eine reichhaltige Tiergesellschaft und auch Tierarten der roten Liste vor.

Die Wege rund um den Ort laden gerade zu einem Spaziergang ein. Von der Anhöhe über dem Ort hat man einen wunderschönen Rundblick. Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und Geselligkeit sind hier keine Fremdwörter.


Im Außenbereich sind am Südhang oberhalb des Dorfes drei Rundwege vorhanden, die zum Spaziergang einladen. Ein weiterer Rundweg besteht in Richtung der Nachbargemeinde Deimberg. Alle vier Rundwege sind landschaftlich wunderschön gelegen.


Ortsname

Man hat versucht, den Ortsnamen Kirrweiler von kirichvilare, Weiler bei einer Kirche, abzuleiten. Es ist zwar wahrscheinlich, dass in Kirrweiler einmal eine Kirche gestanden hat.

In einem Grumbacher Gerichtsprotokoll von 1746 wird über eine Wiese verhandelt, die "hinter der Kirche" liegt und heute heißt ein Ortsteil immer noch "an der Kirche". Das Dorf siedelte sich aber nicht um eine vorhandene Kirche an, vielmehr waren das Dorf und war der Name des Dorfes vorhanden, als die Kirche gebaut wurde. Kar oder kir bedeutet die Zugehörigkeit zu einer Sippschaft, so dass Kirrweiler als Sippschaftssiedlung bezeichnet werden kann.
(Auszüge aus "Geschichte des Amtes Grumbach" von Otto Karsch)


Partnerschaftsgemeinden

 Bild vergrößern Der erste Kontakt zwischen den Gemeinden Kirrweiler in der Vorderpfalz und Kirrwiller im Elsass begann eher zufällig als 1966 der damalige südpfälzische Ortsbürgermeisters Ludwig Sebastian mit seinem Gemeindesekretär Robert Roth im Rahmen eines Betriebsausfluges den Ort Kirrwiller im Elsass entdeckte.

Ortsbürgermeister Ludwig Sebastian war es auch, der wieder anlässlich eines Betriebsausfluges, 1968 dann gezielt die hiesige Gemeinde Kirrweiler aufsuchte.

Sehr schnell entwickelte sich zwischen den damaligen Ortsbürgermeistern dieser drei Gemeinden ein freundschaftliches Verhältnis.

Das erste offizielle Treffen fand am 18. Mai 1969 in Kirrweiler in der Vorderpfalz statt.
18. Mai > da war doch was < stimmt, genau 22 Jahre vorher wurde das Land Rheinland-Pfalz 1947 mit Zustimmung der damaligen französischen Besatzungsmacht gegründet.
Leider können wir die Initiatoren nicht mehr Fragen ob das eher Zufall war oder dieses Datum bewusst gewählt wurde.

Fest steht jedoch, dass sich von Anfang an viele Einwohner aus beiden Ländern aktiv an den regelmäßigen Kirrweiler-Treffen beteiligt haben, aber auch dazwischen die entstandenen Freundschaften pflegten.

Im darauf folgenden Jahr schloss sich dann auch noch der Vierte im Bunde, Kirviller in Lothringen, diesen Treffen an. Damit war das Kirrweiler-Quartett vollständig.

 


Die Hauptstraße in Kirrweiler im SWR Fernsehen in der Sendung "Hierzuland"

Einen sehr schönen ersten Eindruck vom Ort bekommt man, wenn man sich in der SWR Mediathek den Film von Nadine Bühler für die Sendung "Hierzuland" des SWR Fernsehen anschaut.

https://www.swrfernsehen.de/landesschau-rp/hierzuland/Die-Hauptstrasse-in-Kirrweiler,aexavarticle-swr-15778.html


Windenergieanlagen ermöglichen der Gemeinde einen finanziellen Gestaltungsspielraum

 Bild vergrößern Die Gemeinde hat schon früh die Weichen für die Nutzung der Windenergie auf den Höhen von Kirrweiler in Richtung des Truppenübungsplatzes gestellt.

Alle drei Windenergieanlagen stehen auf Grundstücken der Gemeinde, so dass auch die Pachteinnahmen komplett in den Gemeindehaushalt fließen.

Dadurch wurden Neiddebatten vermieden und der Erlös kommt allen Bürgern zu Gute.
Dies erfolgte bisher in Form einer Gestaltungsprämie an Mitbürger und Spenden z. B. an den Förderverein des Schwimmbades.



Napoleon hat seinen geschichtlichen Fußabdruck auch in Kirrweiler hinterlassen

SMS und Textverarbeitungssoftware vor 200 Jahren
Vor über 200 Jahren gab es bereits ein funktionierendes System, mit dem man auch ohne Handy Kurznachrichten in Form von Textbausteinen schnell und drahtlos über weite Entfernungen übertragen konnte.
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Optische Telegrafenlinie Metz - Mainz (1813 - 1814)

Im Jahr 1813 war erstmals in Deutschland eine optische Telegrafenlinie über eine längere Distanz im Regelbetrieb im Einsatz. Es handelt sich um die Linie zwischen Metz und Mainz, die das bestehende Zeigertelegrafennetz des französischen Kaiserreichs von Paris nach Mainz erweiterte und vom französischen Priester und Ingenieur Claude Chappe 1792 entwickelte wurde.

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Die Linie zwischen Paris und Metz bestand bereits seit 1798. Die Verlängerung zwischen Metz und Mainz wurde am 13. März 1813 in Auftrag gegeben und konnte bereits wenige Monate später in Betrieb genommen werden (22. Mai 1813).
Sie bestand aus insgesamt 22 Telegrafenstationen.
Eine davon stand in hiesigen Kirrweiler. In der Gemarkung gibt es heute noch den "Husarenpötsch" auf der höchsten Anhöhe über dem Ort. Dort stand nach Überlieferung früher die von Soldaten (Husaren) bewachte Telegrafenstation.
In Nalbach im Saarland stand auch eine Telegrafenstation. Dort wurde 2003 die Rekonstruktion eines Signalturms verwirklicht und somit für die heutige Generation als technische Pioniertat erlebbar gemacht
(s. http://www.optischertelegraf.de/wordpress/).

Mit der Eroberung des linken Rheinufers durch die Preußen und deren verbündeten Truppen wurde am 2. Januar 1814 die Nachrichtenübermittlung aufgrund der Einnahme der Station „Hungriger Wolf“ bei Bad Kreuznach/Winzenheim auf dieser Strecke unterbrochen. Damit endete die Ära der Nachrichtenübermittlung optische Telegrafen auf dieser Strecke und somit auch die der Telegrafenstation in Kirrweiler.

Technik der optischen Telegrafie

Der "Chappe'sche Télégraf" bestand aus einem fünf Meter hohen Holzgerüst, an dem ein 4,62 m langer und 35 cm breiter, in der Mitte drehbar gelagerter Balken (der Regulator) mit zwei 1,94 m langen und 32 cm breiten beweglichen Armen (die Indikatoren), montiert waren.
An beiden Enden der Indikatoren waren metallischen Gegengewichte angebracht. Dies erleichterte die Bedienung der über Seile verbunden Verstellvorrichtung. Regulator und Indikatoren wurden schwarz lackiert damit sie sich besser von dem Hintergrund (Himmel) abheben. Um die Windempfindlichkeit zu reduzieren, wurden Regulator und Indikatoren lamellenartig ausgeführt.
Die auch auf weite Entfernungen eindeutig erkennbaren Positionen von Regulator und Indikatoren (horizontal, schräg oder vertikal) ergab die Gesamtzahl von 92 unmissverständlich und damit nutzbaren Kombinationen für Korrespondenz- und Dienstsignale (18 Signale).
Die optischen Telegrafenstationen standen in Abhängigkeit von der Geländebeschaffenheit und den Sichtverhältnissen bis zu 14 Kilometer weit auseinander. Die Zeichen der Nachbarstation mussten mit den fest eingestellten Fernrohren noch eindeutig zu erkennen sein. In der Regel war jede Station mit zwei „Telegraphisten“ besetzt und wurde bei Bedarf auch bewacht. Durch die Fernrohre wurden die Zeichen von einer der beiden Nachbarstationen abgelesen und auf ihrer Station entsprechend eingestellt und so an die Nachbarstation weitergegeben. Nachteil dieses Kommunikationsmittel war die starke Abhängigkeit von den Sichtbedingungen auf der Strecke.
An den Endpunkten dieser Linie wurden die Telegrafen auf bestehende hohen Gebäude errichtet. Auf der Strecke zwischen Metz und Mainz gab es ausreichend Hügel, so dass dort aus Geld- und Zeitgründen nur bodennahe einfache Holzkonstruktionen errichtet wurden (s. nebenstehnde Skizze).
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In der heutigen Umgangassprache würde man den Telegraf als Hardware und das Codebuch als Software bezeichnen. Das Codebuch war das Kernstück der optischen Telegrafie nach Chappe. Darin wurden häufig verwendete Textbausteine aber auch einzelne Worte und Buchstaben aufgenommen. Aufgrund der Vielzahl von eindeutigen Signalkombinationen konnten insgesamt mehrere tausend Textblöcke im Codebuch "gespeichert" und damit entsprechenden Korrespondenzsignalen zugeordnet werden.
Zur Übertragung von ganzen Textbausteinen benötigte man jeweils nur zwei Signale, egal wie lang die Texte waren. Das erste Signal stand für die Seitenzahl, das zweite für die Textpassage auf dieser Seite.
Die Telegraphisten in den Stationen wussten nicht, welche Nachrichten sie übermittelten. Nur die Verantwortlichen an den Endpunkten der Linien kannten den Inhalt des Codebuches und konnten damit die Signale entschlüsseln. Die Telegraphisten kannten nur die "Dienstsignale" um beispielsweise zu melden, dass die Nachricht aufgrund schlechter Sichtverhältnisse in der anderen Richtung nicht weiter geleitet werden konnte.


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